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Nach strategischer
Weichenstellung kraftvoll

in die mobile Zukunft

Webasto hat im Jahr 2022 mit einem Umsatz von über 4 Milliarden Euro geglänzt. Dachsysteme dominierten, während sich der Umsatz mit Elektromobilität verdoppelte. Ein weltweit ausgewogener Vertrieb und strategische Investitionen trieben das Wachstum voran. Die Gewinnmarge stieg auf 2,5 %. Ein Rekordauftragsvolumen von 7,2 Milliarden Euro, davon 39% in der E-Mobilität, bildet eine starke Basis. Trotz der Herausforderungen des Marktes ist Webasto auf dem Weg zum Erfolg im Jahr 2023.

Dr. Holger Engelmann Jahrespressekonferenz 2023

Stockdorf/München – 25. April 2023 – „2022 war ein weiteres herausforderndes, aber auch gutes und wichtiges Jahr für Webasto“, erklärte Dr. Holger Engelmann, Vorstandsvorsitzender der Webasto SE, anlässlich des Jahrespressegesprächs 2023. Das Unternehmen hat erneut ein deutliches Wachstum verzeichnet, wieder ein positives Ergebnis erwirtschaftet und wesentliche Entscheidungen für die Zukunft getroffen. Diese betrafen den Ausbau der Dachkompetenz mit dem Einstieg in die Glasproduktion, die stärkere Konzentration im Elektromobilitätsbereich sowie die Verbreiterung des Footprints in Südostasien. „Webasto setzt seinen erfolgreichen Kurs mit den dafür erforderlichen Zukunftsinvestitionen weiter fort. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Themen Nachhaltigkeit und Kostenmanagement“, ergänzte Engelmann.

 

Das Geschäftsjahr 2022 in Zahlen

 

2022 hat die Webasto Gruppe erstmals die 4-Milliarden-Euro-Marke überschritten und einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro erzielt*. Das entspricht einem Plus von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2021: 3,7 Milliarden Euro). Der Umsatz im Kerngeschäft mit Dachsystemen stieg um 18,6 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro (2021: 3,1 Milliarden Euro) und machte im vergangenen Jahr 82 Prozent des Gruppenumsatzes aus. Weitere elf Prozent entfielen auf klassische, kraftstoffbetriebene Heiz- und Kühllösungen. Der Umsatz in dem Produktsegment ging leicht auf 483 Millionen Euro zurück (2021: 485 Millionen Euro). Den Umsatz mit Produkten für die Elektromobilität konnte Webasto 2022 auf 292 Millionen Euro steigern und so erneut nahezu verdoppeln (2021: 155 Millionen Euro). Damit trugen Batterien, Ladelösungen und elektrische Heizsysteme 2022 mit sieben Prozent zum Umsatz der Unternehmensgruppe bei.

 

Im vergangenen Jahr verteilte sich der globale Umsatz von Webasto deutlich ausgeglichener auf die Regionen als zuvor. Den größten Anteil von 34 Prozent verzeichnete Europa. Auf die Regionen Americas und China entfielen jeweils 27 Prozent des Gruppenumsatzes. Der asiatisch-pazifische Raum (APAC) ohne China machte zwölf Prozent des Umsatzes aus. Die Anzahl der Mitarbeitenden der Webasto Gruppe insgesamt stieg 2022 im Vergleich zum Umsatz unterproportional, und zwar um sieben Prozent auf mehr als 16.800. Engelmann erklärte: „Dieser Zuwachs ist vor allem auf die Übernahme des Luxemburger Glasspezialisten Carlex, Neueinstellungen in Indien und Südkorea sowie die Realisierung von Großprojekten in Nordamerika zurückzuführen.“

 

Webasto investierte im Geschäftsjahr 2022 weiter kräftig sowohl in sein Kerngeschäft als auch in die Elektromobilität. Nach vielen Vorinvestitionen in den Jahren zuvor, fielen die Investitionen mit 262 Millionen Euro etwas geringer aus als 2021 (-7 Prozent). Ein Großteil floss in den Ausbau der Kompetenzen und Kapazitäten im Dachbereich in Europa, Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum sowie in die Erweiterung des Batteriewerks in Südkorea. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung überstiegen 2022 mit 329 Millionen Euro leicht die des Vorjahres (+4 Prozent). Schwerpunkte hier waren die projektbezogene Dachentwicklung sowie R&D-Projekte in den Bereichen Batteriesysteme, Ladelösungen und elektrisches Heizen.

 

Die Umsatzrendite von Webasto lag im vergangenen Jahr bei 2,5 Prozent* (2021:
-3,9 Prozent). Grund für die positive Entwicklung war vor allem die starke Nachfrage. „Zudem haben wir in allen Bereichen große Anstrengungen zur Reduzierung von Kosten unternommen, um wieder in die Gewinnzone zu kommen, und wegen der enormen Preissteigerungen auch mit unseren Kunden nachverhandelt. Allerdings konnten wir die finanzielle Mehrbelastung bei Rohstoffen und Logistik trotz intensiver Gespräche nicht vollständig weitergeben“, so Engelmann. Auch die krisenbedingten Störungen der globalen Lieferketten spiegeln sich im Jahresabschluss von Webasto. Dennoch investierte das Unternehmen weiter in großem Umfang in seine Zukunft. „In dieser sehr heterogenen Lage haben wir ein ordentliches Ergebnis erzielt“, betonte Engelmann.

 

Auftragslage erfreulich, Prognose schwierig

 

Mit einem Volumen von 7,2 Milliarden Euro verzeichnete 2022 Webasto einen Rekord beim Auftragseingang. 39 Prozent davon entfielen auf neue E-Mobilitätsprojekte. Der Anteil dieses Neugeschäfts am Auftragsbestand von insgesamt 29,3 Milliarden Euro Ende vergangenen Jahres stieg damit auf 21 Prozent (2021: 15 Prozent). „Webasto ist insgesamt gut aufgestellt und hat beste Perspektiven. Dennoch ist eine Prognose für 2023 wegen der anhaltenden Volatilität und der damit verbundenen großen Schwankungen bei den Produktabrufen sowie der weiter steigenden Kosten und der sehr unterschiedlichen Entwicklungen der Weltregionen schwierig. Außerdem bereiten uns die zunehmenden politischen Spannungen sehr große Sorge. Webasto setzt alles daran, 2023 seine Profitabilität zu erhalten und ein positives Ergebnis zu erreichen. In diesem schwierigen Umfeld ist das ein aber äußerst anspruchsvolles Ziel“, gab Engelmann zu bedenken.

 

*Hinweis: ohne nicht fortgeführte Geschäftsbereiche gemäß IFRS: Umsatz 4,3 Milliarden Euro, Umsatzrendite 4,4 Prozent

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